Kurz zusammengefasst
- kWh steht für Kilowattstunde und ist die Einheit für Energie. Genau danach rechnet dein Versorger ab.
- Eine Kilowattstunde ist die Energie, die ein Gerät mit 1.000 Watt in einer Stunde verbraucht.
- kW und kWh sind nicht dasselbe: kW beschreibt die Leistung im Moment, kWh die Menge über die Zeit.
- Die Formel lautet: kWh = Watt mal Stunden geteilt durch 1.000.
- Was eine Kilowattstunde kostet, hängt allein von deinem Arbeitspreis ab. Bei 35 ct/kWh sind es 35 Cent.
kWh ist die Abkürzung für Kilowattstunde, die Einheit für Energie. Eine Kilowattstunde ist genau die Energiemenge, die ein Gerät mit 1.000 Watt Leistung in einer Stunde verbraucht. Auf deiner Stromrechnung taucht sie zweimal auf: als Verbrauch in kWh und als Arbeitspreis in Cent pro kWh. Beides zusammen ergibt den größten Teil deiner Kosten.
kW und kWh sind zwei verschiedene Dinge
Diese beiden Einheiten werden am häufigsten verwechselt, und der Unterschied ist der Schlüssel zu allem Weiteren:
- Kilowatt (kW) beschreibt die Leistung: wie viel Energie ein Gerät in diesem Moment zieht. Ein Wasserkocher mit 2 kW zieht 2 Kilowatt, solange er läuft.
- Kilowattstunde (kWh) beschreibt die Energiemenge, die dabei über die Zeit zusammenkommt.
Der Vergleich mit dem Auto trifft es gut: Kilowatt entspricht der Geschwindigkeit, Kilowattstunden entsprechen der gefahrenen Strecke. Ein schnelles Auto legt in einer Stunde mehr Strecke zurück, ein starkes Gerät verbraucht in einer Stunde mehr Energie.
Deshalb sagt die Leistung allein noch nichts über die Kosten. Der Wasserkocher mit 2 kW ist stark, läuft aber nur drei Minuten. Der Kühlschrank zieht wenig, dafür rund um die Uhr. Über das Jahr gerechnet kann der Kühlschrank teurer sein.
Die Umrechnung: Watt in Kilowattstunden
Es gibt nur eine Formel, und sie ist kurz:
kWh = Watt mal Stunden geteilt durch 1.000
Ein Beispiel: Ein Heizlüfter mit 2.000 Watt läuft drei Stunden. Das ergibt 2.000 mal 3 geteilt durch 1.000, also 6 kWh. Bei einem Arbeitspreis von 35 ct/kWh kostet das 2,10 Euro.
Die 1.000 im Nenner stehen dabei nur für den Sprung von Watt zu Kilowatt. Wer lieber mit Kilowatt rechnet, lässt sie weg: 2 kW mal 3 Stunden sind ebenfalls 6 kWh.
Für die eigenen Geräte musst du das nicht von Hand rechnen. Der Umrechner von Watt in kWh nimmt Leistung, Nutzungsdauer und Arbeitspreis und gibt Verbrauch und Kosten direkt aus.
Wattstunde, Kilowattstunde, Megawattstunde
Die Einheiten unterscheiden sich nur um den Faktor 1.000:
| Einheit | Entspricht | Wo sie vorkommt |
|---|---|---|
| Wattstunde (Wh) | 0,001 kWh | Akkus, kleine Geräte, Powerbanks |
| Kilowattstunde (kWh) | 1.000 Wh | Strom- und Gasrechnung im Haushalt |
| Megawattstunde (MWh) | 1.000 kWh | Gewerbe, Erzeugungsanlagen, Statistiken |
Zum Umrechnen genügt also das Verschieben des Kommas: 500 Wh sind 0,5 kWh, 2.500 Wh sind 2,5 kWh, und 3.000 kWh sind 3 MWh.
Was eine einzelne Kilowattstunde leistet
Eine Kilowattstunde klingt abstrakt. Diese Beispiele machen sie greifbar, alle Werte sind gerundet und hängen vom jeweiligen Gerät ab:
- Eine LED-Lampe mit 10 Watt brennt rund 100 Stunden.
- Ein Laptop mit 50 Watt läuft etwa 20 Stunden.
- Eine Waschmaschinenladung bei 60 Grad ist ungefähr abgedeckt.
- Ein Elektroauto fährt damit grob 5 bis 7 Kilometer.
- Ein Smartphone lässt sich damit etwa 60 bis 100 Mal laden.
Ein durchschnittlicher Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung kommt im Jahr auf ungefähr 3.000 kWh. Das sind rechnerisch gut acht Kilowattstunden pro Tag.
Wie aus Kilowattstunden Euro werden
Auf der Rechnung treffen zwei Zahlen aufeinander. Der Arbeitspreis in Cent pro Kilowattstunde zählt nur, was du tatsächlich verbrauchst. Der Grundpreis ist ein fester Betrag pro Monat für Zähler, Abrechnung und Verwaltung und fällt auch dann an, wenn du gar nichts verbrauchst.
Bei 3.000 kWh im Jahr und einem Arbeitspreis von 35 ct/kWh sind das 1.050 Euro Arbeitskosten. Kommen 12 Euro Grundpreis pro Monat dazu, also 144 Euro im Jahr, liegen die Jahreskosten bei 1.194 Euro. Mit deinen eigenen Werten rechnet das der Stromkosten-Rechner aus.
Auch dein monatlicher Abschlag beruht auf dieser Rechnung: Die Jahreskosten werden durch die Zahl der Abschlagsmonate geteilt. Wie das genau funktioniert, steht im Beitrag Stromabschlag berechnen.
Wo du deine Kilowattstunden abliest
Dein Stromzähler zählt kWh, und zwar fortlaufend seit dem Einbau. Er zeigt also keinen Verbrauch, sondern einen Zählerstand. Deinen Verbrauch bekommst du erst, wenn du zwei Stände voneinander abziehst: Endstand minus Anfangsstand.
Beim Gas ist es eine Stufe komplizierter, weil der Zähler Kubikmeter zählt und die Abrechnung trotzdem in Kilowattstunden erfolgt. Umgerechnet wird mit Brennwert und Zustandszahl, beide stehen auf der Gasrechnung. Diese Rechnung übernimmt der Umrechner von Kubikmeter in kWh.
Fazit
Eine Kilowattstunde ist die Energie, die 1.000 Watt in einer Stunde verbrauchen, und genau diese Einheit steht auf deiner Rechnung. Merk dir vor allem den Unterschied zu Kilowatt: Leistung ist nicht Menge. Wie viel deine Geräte tatsächlich kosten, rechnest du mit dem Umrechner von Watt in kWh aus, deine Jahreskosten mit dem Stromkosten-Rechner.